Langfristig geringes Emissionsniveau durch Endkopfreparaturen

Nächstes Mammutprojekt für den Umweltschutz

Die Kokerei Bottrop investiert kontinuierlich in den Umweltschutz. Das Mammutprojekt Endkopfreparaturen wurde bereits an zwei Heizwänden umgesetzt – eine seltene und zeitaufwändige Maßnahme, die garantiert, dass die Koksöfen weiterhin optimal abgedichtet sind und das Emissionsniveau gering bleibt. Die nächste Kampagne startete im März 2021 und wird acht Heizwände betreffen. Bei diesen Reparaturen werden ungefähr ein Fünftel der 16,6 Meter langen und 11 Meter hohen Heizwand der Koksofen-Batterie erneuert. In den nächsten Jahren werden diese Kampagnen bedarfsgerecht weitergeführt.

 

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Seit Ende März sind die Bauarbeiten in vollem Gange.


Reparaturen an industriellen Großanlagen sind mit einem enormen organisatorischen Aufwand verbunden. Neben der Organisation der eigentlichen Arbeiten müssen Genehmigungen eingeholt, Verträge geschlossen und Lieferzeiten berücksichtigt werden. Zusätzlich zu den üblichen Sicherheitszertifikaten und -einweisungen sind Corona-bedingt auch Schnelltests notwendig. Der zuständige Projektleiter Christian Soria war insgesamt knapp zwei Jahre mit der Projektplanung beschäftigt. Zwei Punkte sorgen bei den Endkopfreparaturen für einen besonders hohen logistischen Aufwand: der anspruchsvolle Arbeitsplatz und die Anordnung der Ofensteine.


Temperaturen um die 50°C
Während der gesamten Bauarbeiten sind die Koksofenkammern, an denen gerade nicht gearbeitet wird, weiterhin im Einsatz. Die Betriebstemperatur liegt dabei bei ungefähr 1.300 °C. Die Kollegen sind während der Arbeit gesichert, tragen Schutzkleidung und erhalten zusätzlichen Wärmeschutz durch eine Trennwand – trotzdem beträgt die Lufttemperatur am Arbeitsplatz um die 50°C. Eine Herausforderung für jeden Einzelnen. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-System: Sechs Maurer, ein Vorarbeiter und ein Bauleiter sind jeweils im Einsatz.


Genaue Arbeit – Stein für Stein
Die Anordnung der Ofensteine ist vergleichbar mit einem anspruchsvollen Legobausatz. Insgesamt werden Steine in über 270 verschiedenen Größen verbaut, jeder hat seinen bestimmten Platz und muss vorab kontrolliert werden. Die Ofensteine bestehen aus hitzeresistentem und formbeständigem Silica. Das Material ist ideal für den Einsatz an den Ofenkammern, bricht aber bei zu hohen Temperaturschwankungen. Das ist auch der Grund, warum eine Kokerei nie stillstehen darf. Allein während der ersten Phase der Endkopfreparaturen werden knapp 300 Tonnen Steine verbaut.